Wenn man auf der Bundesstraße S.S. 111 aufwärts entlang fährt, kommt man zur Stadt Gerace, diese Stadt wurde an der Stelle, wo die Flüsse Merici und Novito zusammenfließen mit dem Namen Haghia Kyriake gegründet. Die Legende besagt, dass ein Sperber die Flüchtlinge von Lokri führte, ihnen vorausflog, und zwar dem felsenvorsprung entgegen, der sich ihnen als unbezwingbare Zufluchtsstätte zur Verteidigung gegen die blutigen Angriffe der Sarazenen anbot. Die Stadt wuchs und griechisch-ortodoxen Hochburg, die auch der auf die Latinisierung ausgerichteten Politik der Kirche, ausgeübt durch den normannischen Hof, widerstand. Gerace hatte in der normannischen Zeit seine große Blüte, wie durch die schöne Kathedrale (XI. Jahrhundert), mit den Elementen der französischen religiösen Architektur dokumentiert ist. Das Gebäude mit drei Schiffen und weitem Querschiff hat zylindrische Apsiden, die an Türme erinnern. Von der mittleren Apsis gelangt man zur Krypte, die den Grundriß in der Form eines griechischen Kreuzes aufweist und in der weiters sechsundzwanzig Säulen zu sehen sind, die ein beutegut aus Locri Epizefiri darstellen, wo das originale byzantinische Zentrum des religiösen Gebäudes liegt. Die ganze Stadt ist ziemlich reich an architektonischen Schönheiten, wobei sich der byzantinische Stil mit europäischen Formen gotisch-zisterziensischen Stils vereint. Im besonderen wird auf die Kirche des HI. Franziskus (XIII: Jahrhundert) mit einem reichen Hauptaltar aus dem 16. Jahrhundert, geschmückt mit marmorfurnier, sowie die Kirche des HI. Giovannello im byzantinischen Stil hingewiesen

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